13.06.2017

D-A-CH-Treffen am Bodensee

Anfang Juni hat sich das bpt-Präsidium mit Spitzenvertretern der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) und der Österreichischen Tierärztekammer (ÖTK) im Dreiländereck in Weiler am Bodensee zu einer Klausurtagung getroffen.

'Voneinander lernen' (Best Practice), die Abstimmung europapolitischer Themen und die Vorbereitung des bpt-Kongresses 2017 in München standen im Mittelpunkt der Gespräche. Die Schweiz ist mit der GST in diesem Jahr Gastland des Kongresses; die ÖTK wurde von Präsident Dr. Siegfried Moder eingeladen, Österreich als Gastland in 2019 zu vertreten.

 Vor dem Hintergrund des aktuell vom BMEL vorgelegten GOT-Verordnungsentwurfs (siehe dazu bpt-Stellungnahme vom 7. Juni), wurde intensiv über die Einkommenssituation und Arbeitsbedingungen von Praxisinhabern und Angestellten Tierärzten/innen und die damit zusammenhängenden Themen 'Ökonomie im Tiermedizinstudium' und zunehmende Probleme bei der Notdienstabdeckung diskutiert.

Aktuell wurde auch das Thema 'Ferkelkastration' besprochen. Präsident Dr. Moder machte dabei noch einmal die Position des bpt deutlich, wonach der bpt sich offen zeigt für alle derzeit diskutierten Verfahren, nämlich Ebermast, Immunokastration und die chirurgische Kastration mit Betäubung (Injektions- und Inhalationsnarkose). Auch der erst vor wenigen Wochen aus Bayern ins Spiel gebrachte 'vierte Weg', also die Injektion eines Lokalanästhetikums in den Samenstrang des Ferkels, sei vorurteilsfrei auf Machbarkeit zu prüfen.

D-A-CH-Treffen am Bodensee
D-A-CH-Treffen am Bodensee
V.l.n.r.: C. Kiefer (GST-Präsident), N. Pfaffhauser (GST), P. Glauser (GST-Geschäftsführer)
V.l.n.r.: C. Kiefer (GST-Präsident), N. Pfaffhauser (GST), P. Glauser (GST-Geschäftsführer)
V.l.n.r.: Dr. H. Kohler (ÖTK), Dr. D. Gerstner (ÖTK-Vizepräsident), TÄ A. Lam und TA J. Wolter (beide bpt-Präsidium)
V.l.n.r.: Dr. H. Kohler (ÖTK), Dr. D. Gerstner (ÖTK-Vizepräsident), TÄ A. Lam und TA J. Wolter (beide bpt-Präsidium)